In drei Schritten zum passenden Antriebsrad
Antriebsräder unterscheiden sich vor allem in Außendurchmesser, Breite und Bohrlochbild. Mit drei einfachen Messungen am Altrad finden Sie über unseren Finder das passende Modell — oder schicken uns ein Foto und wir prüfen für Sie.
- Anzahl der Bolzenlöcher zählen
- Lochkreis-Durchmesser messen (in mm)
- Außendurchmesser & Breite des Rads messen
Antriebsrad-Finder öffnen
Foto schicken — wir prüfen
Antriebsräder für Flurförderzeuge
Das Antriebsrad treibt das Flurförderzeug an — meist direkt am Elektromotor montiert. Es überträgt die Motorkraft auf den Untergrund und entscheidet zusammen mit Reifenlaufflächen-Profil und Material über Traktion, Verschleißbild und Fahrkomfort. Wir liefern Antriebsräder für die gängigen Geräteklassen:
- Elektrohubwagen und Niederhubwagen
- Deichselstapler
- Schubmaststapler
- Kommissionierer und Schmalgangstapler
- Spezialgeräte wie Hochhubwagen oder elektrische Zugmaschinen
Durch den ständigen Einsatz nutzen sich Bandage und Lauffläche ab. Ausgeschlagene Antriebsräder erhöhen den Energieverbrauch, beanspruchen Lager und Motorflansch und können auf glatten Böden zum Sicherheitsproblem werden. Faustregel: bei sichtbaren Rissen, einseitigem Abrieb oder Vibrationen während der Fahrt wechseln.
Bauformen im Überblick
Standard-Antriebsrad
Die Bandage (Lauffläche) ist direkt auf einen Stahl- oder Aluminiumkern aufvulkanisiert. Robust, austauschbar im Stück, etwas schwerer als gegossene Modelle. Bei Verschleiß wird das komplette Rad getauscht.
Antriebsrad mit Stahlradkern
Stahlkern mit aufvulkanisierter Polyurethan- oder Gummibandage — lange Standzeit, hohe Belastbarkeit, geeignet für intensive Mehrschicht-Einsätze. Häufig bei Toyota, Linde und Jungheinrich verbaut.
Antriebsrad mit Aluminium-Radkern
Leichter als Stahl, gute Wärmeableitung bei sehr hoher Beanspruchung. Häufig bei Schubmaststaplern und Kommissionierern verbaut.
Materialwahl der Bandage
| Material | Eigenschaften | Typischer Einsatz |
| Polyurethan (Vulkollan) | Hohe Tragfähigkeit, geringer Rollwiderstand, kaum Abrieb | glatte Hallenböden, Lagertechnik, Schubmast |
| Gummi (NR) | Besserer Grip, weicher, mehr Abrieb | unebene oder rauhe Böden, Außenbereich |
| TR (Thermoplast) | Kompromiss zwischen PU und Gummi, kostengünstig | Standard-Hubwagen, leichte Anwendung |
| Non-Marking | Helles Material, keine Streifen am Boden | Lebensmittel, Pharma, geleaste Hallen |
So messen Sie das Antriebsrad richtig
| Außendurchmesser | Über die Lauffläche vom Außenrand zu Außenrand — idealerweise an mehreren Stellen messen, um Verschleiß-Asymmetrie auszuschließen |
| Breite (B1) | Gesamtbreite der Lauffläche inkl. eventueller Bordierung |
| Anzahl Bohrlöcher | In der Befestigungsplatte (typisch 4, 5, 6 oder 8 Bohrungen) |
| Lochkreis-Durchmesser | Mitte-zu-Mitte gegenüberliegender Bohrungen |
| Bohrlochdurchmesser | Standardmäßig zwischen 10 mm und 18 mm |
| Nabenform | Vollnabe vs. Hohlnabe (Aufnahme für Motorwelle) |
Verschleißbild richtig deuten
- Gleichmäßiger Abrieb: normales Lebensende, einfacher Tausch
- Einseitiger Abrieb: Hinweis auf Lager-Schaden oder schiefen Motorflansch — vor dem Tausch prüfen
- Flachstellen: meist durch Blockieren der Bremse — Bremsbeläge prüfen
- Risse / Bandage löst sich vom Kern: Überlast oder Materialermüdung — sofortiger Tausch, Tragkraft nicht überschreiten
- „Pochen" im Fahrbetrieb: meist Schwingrissbildung oder ausgeschlagene Buchsen am Achsschenkel
Häufige Hersteller-Bauformen
Wir liefern Antriebsräder passend für die Geräte der bekanntesten Marken — Linde, Jungheinrich, Toyota, BT, Still, Crown, Hyster, Yale, Hangcha, Manitou, Mitsubishi und viele weitere. Bei der Bestellung hilft uns das Gerätemodell und die Seriennummer am Typenschild im Fahrerstand — auch wenn die OEM-Nummer des Altrads nicht mehr lesbar ist.
Antriebsrad nicht eindeutig identifizierbar?
Als Familienbetrieb mit über 25 Jahren Stapler-Erfahrung beraten wir Sie persönlich und prüfen jede Anfrage individuell. Werkstatt-Praxis aus dem Schwesterbetrieb Bruckner-Stapler GmbH in Gmünd fließt in jede Teile-Identifikation. Damit wir das passende Antriebsrad finden, hilft uns:
- Stapler-Modell + Seriennummer (am Typenschild im Fahrerstand)
- OEM-Nummer am Altrad (eingestanzt oder als Aufkleber)
- Maße: Außendurchmesser, Breite, Lochkreis, Bohrungs-Anzahl
- Foto vom Altrad bei selteneren Varianten oder unklarer Bandage
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